Hermann Klostermann
Mit dem Wildschütz-Klostermann-Markt lebt die Geschichte des berüchtigten Wildschützen Hermann Klostermann, dessen unseliges Andenken im Paderborner Land noch nicht erloschen ist.
In der Egge hat er um die Zeit des 70er Krieges lange gehaust. Nächtliche Pürschgänge, gefährliche Abenteuer, Verfolgung durch Forstaufseher, Polizei und Militär, füllen seine Tage.
Noch heute erzählt man von ihm an den langen Winterabenden. Wer nach ihm fragt in den Dörfern, in denen er sich vorübergehend aufhielt, der kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass dieser Klostermann so eine Art „Schinderhannes“ des Paderborner Landes war.
Hermann Klostermann war einer der zahlreichen Wilderer, die im vergangenen Jahrhundert das Eggegebirge, das sich daran anschließende Waldecker- und Sauerland unsicher machten. Sein Jagdrevier umfasste damals Bereiche der heutigen Kreise Paderborn, Höxter, Hochsauerlandkreis und Waldeck-Frankenberg.
Von all diesen unzähligen Wilderern ist Klostermann aber der einzige, der sich schon zu seinen Lebzeiten zu einer Legenden- und Romanfigur entwickelt hat.
Ist es heute noch möglich dieser "Legende" nachprüfbare Fakten gegenüberzustellen?
Dieser Frage ist H.-D. Hibbeln auf seiner Website www.wildschuetz-klostermann.de nachgegangen.
Auf Spiegel Online Kultur gibt es unter der Überschrift "Der Wildschütz Hermann Klostermann" auszugsweise zu lesen:
Am 1, Februar 1868, nachmittags 3 Uhr, revidirte der waldeckische Forstbeamte Heinemann sein Revier. Er hörte in der Ferne zwei Schüsse fallen, und da er vermuthete, daß Wilddiebe im Walde sein möchten, rief er zwei in der Nähe arbeitende Holzhauer herbei und postirte sich mit ihnen an eine Stelle, welche die Frevler passiren mußten. Es dauerte nicht lange, da sahen sie einen Mann vorsichtig durch die Bäume schleichen, der einen Rehbock auf der Schulter trug. Es war Hermann Klostermann, ein berüchtigter Wilderer und dem Heinemann bereits aus einem frühern Rencontre wohlbekannt.
Heinemann trat vor und ging auf Klostermann zu, dieser ließ ihn bis auf fünf Schritte herankommen, dann legte er sein Gewehr an, zielte und gab Feuer. Der Schuß drang durch den Oberarm in die Brust und verletzte die Lunge. Heinemann stürzte nieder, die beiden Holzhauer sorgten dafür, daß er nach Hause transportirt wurde...
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